KONZEPT
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NUTZUNG

Das Ott-Haus soll als ehemaliges Handwerkerhaus des 16. Jahrhunderts zu einem offenen Kultur- und Begegnungsort für Künstlerinnen und Künstler, Bevölkerung und regionale Initiativen entwickelt werden. Damit knüpft das Projekt an die lange Tradition von Kallmünz als Künstlerort an und führt sie zeitgemäß weiter.

Im Mittelpunkt steht das „Artist in Residence“-Programm, das zwei Künstlerinnen oder Künstlern etwa zweimal jährlich ermöglicht, im Ott-Haus zu arbeiten und neue Projekte zu entwickeln. Öffentliche Ateliertage, Ausstellungen, Künstlergespräche, Lesungen und kleinere Konzerte schaffen Begegnung und Austausch. Symposien zu Fotografie, Kunst im öffentlichen Raum und anderen künstlerischen Themen erweitern das Programm und verbinden lokale mit regionalen und internationalen Positionen.

Im Erdgeschoss entsteht ein Werkraum für künstlerische und handwerkliche Workshops, der generationenübergreifendes Lernen ermöglicht und auch Schulen, Kindergärten und Ferienprogramme einbezieht. Die „Schöne Stube“ im Obergeschoss wird zum Treffpunkt für Vereine, Gruppen und die freie Szene und bietet Raum für Proben, Sitzungen, Vorträge und kleinere Veranstaltungen.

Ergänzt wird das Konzept durch Kooperationen mit Kulturinstitutionen und Partnern sowie durch eine Koordinierungsstelle für Kunst, Natur und Bildung.

Die besondere Qualität des Projekts liegt in der Verbindung von Denkmalschutz, kultureller Innovation und bürgerschaftlichem Engagement. Ein jahrelanger Leerstand wird nicht gewinnorientiert veräußert, sondern als lebendiger Kulturort für die Region aktiviert. Bereits die Ausstellung „Kallmünz von Künstlern neu entdeckt“ im Jahr 2021 mit rund 900 Besucherinnen und Besuchern zeigte das öffentliche Interesse. Das Musikprojekt „Hallmünz – Die Vertonung des Ott-Hauses“ im November 2026 führt diese künstlerische Auseinandersetzung mit dem Gebäude fort.

Das Ott-Haus steht damit beispielhaft für die Frage, wie bürgerschaftliche Initiative einen historischen Ort im ländlichen Raum bewahren und zugleich zu einem zukunftsorientierten Zentrum für Kunst, Bildung, Begegnung und Vernetzung entwickeln kann.

Besonderheit des Projekts

  • Erhalt eines kulturhistorisch bedeutenden Gebäudes statt gewinnorientierter Veräußerung
  • Aktivierung von Leerstand durch nachhaltige Nutzung
  • Schaffung eines offenen Kulturortes für Bevölkerung, Künstlerinnen und Künstler
  • Stärkung des ländlichen Raums durch kulturelle Infrastruktur

Das Ott-Haus zeichnet sich durch die enge Verbindung von Ort, Geschichte und künstlerischer Praxis aus. Der Transformationsprozess – vom Leerstand zum lebendigen Kulturort – wird dabei selbst Teil des künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurses. Das Projekt steht exemplarisch für die Frage, wie durch bürgerschaftliche Initiative kulturelle Räume im ländlichen Raum neu entstehen können.

Parallel zur baulichen Entwicklung entstehen bereits künstlerische Formate. Bereits 2021 wurde das Potenzial des Hauses sichtbar: Die Ausstellung „Kallmünz von Künstlern neu entdeckt“ zog rund 900 Besucherinnen und Besucher an und machte das Gebäude erstmals öffentlich erlebbar. Das Musikprojekt „Hallmünz – Die Vertonung des Ott-Hauses“ im Nov. 2026 macht den Ort selbst zum Ausgangspunkt künstlerischer Auseinandersetzung.